Jüdische Ritualgegenstände


Glasvitrine im Heimatmuseum Salzhaus.

Schabbat – Leuchter

Chanukka – Leuchter

Ein Sederteller

ein Wasserkännchen

eine Sammelbüchse für Boden in Palästina


Ritualgegenstände erinnern an die ehemalige jüdische Gemeinde

 

In Mellrichstadt wurde im Juni 1983 ein Heimatmuseum eröffnet.
Es befindet sich im ehemaligen Salzhaus im Fronhof 9.
In den drei Stockwerken dieses Gebäudes werden Sammlungen zum Handwerk und zur Landwirtschaft aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt.

Im dritten Stockwerk befindet sich weder zur Landwirtschaft noch zum Handwerk passend eine Glasvitrine, in der wenige Ritualgegenstände an die ehemalige jüdische Gemeinde erinnern.
Niemand weiß, wer ehemals die Besitzer waren. Diese Gegenstände wurden vermutlich von Menschen zurückgelassen, die im Jahre 1942 in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Für diese Transporte durfte nur das mitgenommen werden, was für drei Tage gebraucht wurde. Jeder private Besitz musste im Haus oder in der Wohnung zurückgelassen werden.
Einige Tage nach dem Abtransport der Eigentümer wurde der gesamte Hausrat an Ort und Stelle vom Finanzamt versteigert.

So geben die wenigen Gegenstände in der Glasvitrine im Heimatmuseum Zeugnis von einer einst blühenden jüdischen Gemeinde in dieser Stadt.

1. ein Chanukka – Leuchter
2. ein Sederteller
3. zwei Schabbat – Leuchter
4. ein Wasserkännchen
5. eine Sammelbüchse für Boden in Palästina.